
Behandlungsverlauf
Wie lange dauert es, bis mein verloren gegangener Zahn wieder so aussieht wie früher?
Nach dem Einsetzen eines Implantats vergehen ungefähr 3–6 Monate, bis wir die neue Zahnkrone einsetzen können. Diese Zeitspanne ist notwendig, damit sich die Implantate sicher im Knochen verankern und einwachsen können. In Einzelfällen können die Implantate auch früher belastet werden. Das bedeutet, dass sich die Zeitspanne deutlich verkürzt. Dies wägen wir jedoch von Fall zu Fall ganz genau ab und besprechen es mit jedem Patienten individuell. Nach der Einheilung kann die Zahnkrone innerhalb von 2–4 Wochen hergestellt werden. In der Zwischenzeit müssen Sie aber nicht ohne Zähne herumlaufen: Wir versorgen Sie für diesen Zeitraum mit einem gut sitzenden Provisorium.



Welche Möglichkeiten habe ich, wenn mein Kieferknochen zu schwach ist?
Dank moderner Techniken und Knochenaufbaumaterialien haben wir heutzutage die Möglichkeit, auch bei scheinbar schlechten Voraussetzungen erfolgreich Implantate einzusetzen. Dazu wird der Kieferknochen in einer Vorbehandlung „quasi zum Nachwachsen“ gebracht. Das schaffen wir, indem wir die körpereigenen Knochenzellen mit speziellen Materialien zum Wachsen anregen. So wird vor allem bei Parodontose oft ein Kieferknochenaufbau vorrausgestellt.
Moderne Techniken der Knochenregeneration
Neue Forschungsergebnisse, verbesserte Operationstechniken und intelligente Knochenrsatzmaterialien haben die Möglichkeiten für einen nachträglichen Knochenaufbau für fast alle Patienten deutlich verbessert. Während in früheren Zeiten hauptsächlich körpereigener Knochen verwendet wurde, der oft in einer ersten Operation zunächst aus der Hüfte, dem Kinn oder dem Kieferwinkel des Patienten entnommen werden mußte, werden heute zunehmend und sehr erfolgreich künstlich hergestellte Materialien verwendet. Dies erspart den Patienten eine schmerzhafte zweite Operationsstelle und ermöglicht somit eine sehr schonende Einheilung. In vielen Fällen kann das Setzen des Implantates zeitgleich mit dem Knochenaufbau erfolgen. Es darf hier nochmals betont werden, dass solche Verfahren den implantologischen Spezialisten vorbehalten bleiben sollten.

Sinusbodenelevation oder Sinuslift
Bei der sog. "Sinusbodenelevation oder Sinuslift" wird im seitlichen Oberkiefer die Kieferhöhlenschleimhaut angehoben und (künstliches") Knochenersatzmaterial eiongesetzt. Auf diese Weise kann man auch in einem sehr dünnen Oberkiefer erfolgreich Implantate setzen.
Diese Verfahren gehört zu den erfolgreichsten und sichersten Verfahren der Implantologie und haben sich seit Jahrzehnten bewährt.

